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Sicher zur Schule und zurück

Donauwörth In Donauwörth und Umgebung passieren im Jahr etwa zwei oder drei Unfälle mit Kindern auf dem Schulweg, berichtet Günter Schön von der Polizei Donauwörth. Bisher seien sie relativ glimpflich ausgegangen. Damit die aufgeregten, unter dem Gewicht der Schultüte schwankenden Mädchen und Buben am ersten Schultag wie an allen weiteren unversehrt im Klassenzimmer ankommen, gibt es Ratschläge von der Deutschen Verkehrswacht.

Erst einmal muss die ideale Strecke ausgewählt werden. Gibt es außer dem kürzesten Weg vielleicht einen anderen, auf dem die Schüler sicherer unterwegs sind? Wenn das entschieden ist, sollten die Eltern als Lehrer und Vorbilder in Ruhe mit den Kleinen die Strecke abgehen, sie auf Gefahren aufmerksam machen und ihnen die Bedeutung der Verkehrszeichen erklären. Frühmorgendlicher Zeitdruck ist kein guter Wegbegleiter gerade für Verkehrsneulinge, also lieber rechtzeitig aufstehen.

Ausgeruht in den Tag starten

Damit das klappt, abends früh ins Bett gehen. „Zehn Stunden Schlaf brauchen Kinder im Grundschulalter“, sagt Johann Utz, der Chef der Barmer GEK in Donauwörth. Auffallende Kleidung und vor allem Reflektoren an Jacken und Schultaschen sorgen dafür, dass auch die Kleinsten im Straßenverkehr gut zu sehen sind. Die Fahrradprüfung machen Schüler erst in der vierten Klasse, für Schulanfänger ist das Rad also noch nicht das richtige Fortbewegungsmittel. Ansonsten gelten die üblichen Regeln, wie der Kindersitz im Auto bis zum zwölften Lebensjahr und die Gurtpflicht.

An die 750 Schulweghelfer seien in der Donauwörther Gegend im Einsatz, um an gefährlichen Stellen die Schüler zu begleiten, berichtet Günter Schön, der auch Zweiter Vorsitzender der Verkehrswacht Donauwörth ist.

Die freiwilligen Helfer in den gelben Westen halten zum Beispiel das sich immer wieder drängelnde Schülerknäuel vor dem anfahrenden Bus unter Kontrolle. Meistens sind das Eltern oder Schüler höherer Klassen, die nicht schnell genug einsteigen können. Wer an einer bestimmten Stelle Schülerlotsen vermisst, kann sich an die Polizei wenden. Dafür werden Eltern gebraucht, die auch selbst zum Einsatz bereit sind.
(Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Sicher-zur-Schule-und-zurueck-id21869616.html)