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Schülerlotsen Wettbewerb 2016

Die Schülerlotsinnen der Mädchenrealschule St. Ursula Donauwörth sind ein vertrautes Bild in der Stadt. Täglich sichern sie morgens für die Kinder der Einrichtungen im Spindeltal während der Schulzeit die Kreuzung an der Sonnenstraße.

Weniger bekannt ist, dass sich die Schülerlotsen einmal im Jahr zu einem Wettbewerb treffen, um die/den beste(n) Schülerlotsen/-lotsin zu bestimmen. Diese Veranstaltung der Verkehrswacht Bayern fand dieses Jahr in Friedberg statt. Nach einem internen Test an der Schule, durften Hannah Körner und Sophie Hoffmann die Schule St. Ursula vertreten. 15 Schülerinnen und Schüler aus ganz Schwaben nahmen an diesem Test teil, der den ganzen Tag über dauerte. Neben einem Theorieteil zur Straßenverkehrsordnung wurde von den Teilnehmern Allgemeinwissen und ein umfangreicher Praxisteil mit Geschwindigkeits- und Bremswegschätzung sowie Sicherung von Übergängen abverlangt.

Nach diesen umfangreichen Prüfungsteilen konnte Hannah Körner (9. Klasse) stolz die Urkunde für den 3. Platz in Empfang nehmen. Das gute Abschneiden der beiden Donauwörther Schülerinnen vervollständigte Sophie Hoffmann mit einem guten 7. Platz. 

Die beiden Teilnehmerinnen Hannah Körner (l.) und Sophie Hofmann zusammen mit dem Vertreter der Donauwörther Verkehrswacht PHK Günter Schön und Schulleiter Peter Müller.

Bild: Die beiden Teilnehmerinnen Hannah Körner (l.) und Sophie Hofmann zusammen mit dem Vertreter der Donauwörther Verkehrswacht PHK Günter Schön und Schulleiter Peter Müller.

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Für einen sicheren Schulweg

 

Wemding An der Anton-Jaumann-Realschule Wemding hat Günter Schön von der Polizeiinspektion Donauwörth 30 neue Schulbuslotsen in Theorie und Praxis ausgebildet. Nachdem alle Schüler die Prüfung bestanden hatten, bekamen sie ihren Einsatzpass für Schulwegdienste, auch „Lotsenbooklet“ genannt, und ihre silberfarbenen oder neongelben Armbinden. Die Lotsen wurden an einem ihrer täglichen Einsatzorte – der Haltestelle „Wemding Schulzentrum“ – eingewiesen.

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Aktion zur Schulwegsicherheit

 

Es bleibt keine Zeit, sich zurückzulehnen und sich gerade im Bereich der Schulwegsicherung auf den Erfolgen der letzten zwei Jahrzehnte auszuruhen, denn die Unfallstatistik zeigt klar und deutlich auf, dass nach einer langen positiven Entwicklung bei den Schulwegunfällen im Jahre 2011 ein Rückschlag hingenommen werden musste.

Diese Hiobsbotschaft kommt zu einer Zeit, in der sich die bayerischen Schülerlotsen an einem bundesweiten Wettbewerb der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und des Verbandes der deutschen Automobilindustrie(VDA) beteiligen, um ihr Wissen und Können unter Beweis zu stellen. Nach wie vor sind sie täglich im Einsatz und schützen ihre jüngeren Kameraden an gefährlichen Straßenübergängen und beim Schulbusbetrieb vor Verkehrsgefahren.


Nicht weniger als 50.000 Schülerlotsen sind bundesweit im Einsatz. 12.105 von diesen freiwilligen Helfern gibt es allein im Freistaat Bayern. Beim diesjährigen Bezirksentscheid in Fünfstetten haben sie jetzt ihren schwäbischen Bezirkssieger ermittelt.
In der Vorrunde hatten die Lotsen bei Ausscheidungen auf der Kreisebene erst einmal einen kniffligen Fragebogentest zu bestehen. Bloßes Verkehrswissen genügte dazu nicht; auch Kenntnisse in Staatsbürgerkunde, im Gesundheitsbereich und im Umweltschutz galt es unter Beweis zu stellen.

Ihre Fachkompetenz und ihr Wissen mussten die jungen Verkehrshelfer beim diesjährigen Bezirksentscheid erneut nachweisen. Im theoretischen Teil waren 32 Fragen über die alltägliche Aufgabenbewältigung aufgrund eines fundierten Grundwissens zu beantworten.

Im Praxisteil galt es zunächst das eigene Reaktionsvermögen zu testen. Danach folgten Geschwindigkeitsschätzungen bei herannahenden Fahrzeugen. Damit verbunden war die Frage nach dem Anhalteweg eines Fahrzeuges. Bei ihrem täglichen Einsatz werden Schülerlotsen und Schulweghelfer gerade bei diesen Verkehrsabläufen immer wieder besonders gefordert.

Letztendlich müssen sie in Sekundenbruchteilen entscheiden, ob es ratsam ist, ein sich zu schnell näherndes Fahrzeug noch anzuhalten, ohne querende Kinder zu gefährden. Natürlich muss auch die Entfernung eines Fahrzeuges richtig taxiert werden, um keine Fehlentscheidungen zu treffen. Insgesamt also keine leichten Aufgaben, denen sich die jungen Verkehrshelfer stellen mussten.
Zum Sieger gekürt wurde der Lotse, der in allen Testbereichen die geringste Fehlerzahl zu verzeichnen hatte.
Die 14 Besten aus den sieben bayerischen Regierungsbezirken starten beim Landesentscheid, den die Verkehrswacht Augsburg am 23. Juli 2011.

Von den Schulen zusammen mit den Eltern ausgewählt, von der Polizei ausgebildet und von der Verkehrswacht betreut, gehören die Lotsen im Freistaat gemeinsam mit 17617 (17074) erwachsenen Helfern zu den so genannten Schulwegdiensten.
Wie gut diese „Schulweg - Schutzengel“ ihr Amt ausüben, unterstreicht eine Erhebung des Bayerischen Innenministeriums: an den von ihnen gesicherten Ampel - und Zebrastreifenübergängen ist seit Einführung der Schulwegdienste im Jahre 1953 kein einziges Schulkind getötet oder schwer verletzt worden.

Dagegen sind alleine im Jahr 2011 646 (Vorjahr 618) Schulwegunfälle mit 719 (722) verletzten Kindern registriert worden. Bedauerlicherweise waren auch wieder 3 (3) getötete Schulkinder zu beklagen.

Deshalb tritt die Verkehrswacht mit Nachdruck für einen weiteren Ausbau der Schulwegdienste ein: An jeden gefährlichen Übergang und in jeden Schulbus gehöre eigentlich ein Lotse. Mit Blick auf dieses Ziel sollten die Schulen, Elternbeiräte und Kommunen noch aktiver werden. Ebenso wichtig ist, dass die Väter und Mütter ihre Kinder zu einer Tätigkeit als Schülerlotse ermuntern. Wo die Gewinnung von Lotsen wegen des erforderlichen Mindestalters von 12 bis 13 Jahren nicht möglich ist - dieses Problem gibt es vor allem an reinen Grundschulen -, bietet sich die Möglichkeit an, erwachsene Schulweghelfer einzusetzen.

Am Vormittag wurde die Veranstaltung durch den Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Georg Schmid, eröffnet. Die Begleitpersonen der Schülerlotsen erlebten während des Wettbewerbes ein interessantes Rahmenprogramm.
Eine besondere Wertschätzung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit erfuhren die Schülerlotsen durch die Anwesenheit vieler Ehrengäste bei der Feierstunde am Nachmittag. Der schwäbische Regierungspräsident, Karl Michael Scheufele, der Leiter der Polizeiinspektion Donauwörth, Thomas Scheuerer, der Vertreter des Innenministeriums, Hubert Schröder und der stellvertrende Landrat Franz Oppel lobten in ihrer Ansprache das Engagement der Schülerlotsen.

Der Vizepräsident der LVW Bayern, Herr Günter Fuchs, dankte bei der Preisübergabe der Verkehrswacht Donauwörth und ihrem Vorstandsteam sowie dem Bezirksvorsitzenden Michael Moser für die Vorbereitung und Ausrichtung der Veranstaltung. Er dankte auch dem TÜV Süddeutschland, der Kommunalen Unfallversicherung Bayern und allen örtlichen Sponsoren für die gewährte Unterstützung der Verkehrssicherheitsarbeit. Ein großes Lob erhielten auch die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Fünfstetten.
Als Bezirkssieger wurden anschließend Michael Schneider, Mathias Gasteiger und Martin Augustin aus Kühbach bei Aichach ermittelt.

Alle Lotsen erhielten wertvolle Sachpreise und eine Urkunde mit der Unterschrift des Regierungspräsidenten, des Polizeipräsidenten und des Bezirksvorsitzenden. Der gelungene Wettbewerb für die Schülerlotsen aus Schwaben fand bei einem kleinen Imbiss und intensiven Fachgesprächen seinen Ausklang.

Für die musikalische Umrahmung sorgte die Jugendband „Notausstieg“ aus Oberndorf. Das Trio der erst 14-jährigen Schüler spielten bekannte Hits von ACDC.