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Könner durch Erfahrung - ein Dauerthema

Könner durch Er-fahrung wurde durch die Landes-Verkehrswacht Bayern in Zusammenarbeit mit dem TÜV Bayern konzipiert und im Jahre 1985 ins Leben gerufen. Seit 1988 wird das Projekt auch von der Gebietsverkehrswacht Donauwörth angeboten.

Eine überproportionale Unfallbeteiligung junger Fahranfänger kennzeichnete seit Jahren die Situation auf den Straßen der Bundesrepublik Deutschland. Meldungen über schwere Verkehrsunfälle, bei denen junge Menschen tödlich oder schwer verletzt wurden, waren an der Tagesordnung. Obwohl in Bayern die 18 – 25-jährigen nur einen Anteil von 12% der Gesamtbevölkerung stellten, betrug ihr Anteil an Verletzten und Getöteten mehr als ein Drittel aller Verkehrsunfalopfer. Im Jahre 1989 waren diese jungen Menschen mit mehr als 44% die Verursacher aller Schwerstunfälle.

Bis heute hat sich die Situation nicht wesentlich verbessert. Immer noch verunglücken und sterben viel zu viele junge Menschen im Straßenverkehr. Die Unfallstatistik der Polizei für Verkehrsunfälle zeigt dies deutlich.

Es fehlten damals für die Problemgruppe „junge Fahrer“ Aktionen, um den Ursachen der Verkehrsunfälle in dieser Gruppe entgegenzuwirken. Untersuchungen ergaben, dass bei dieser Gruppe von Verkehrsteilnehmern Defizite, insbesondere in der Gefahrenkenntnis, in der Blicktechnik, im Schwungempfinden und im Dimensions- bzw. Balancegefühl bestehen. Auch wurde festgestellt, dass Fahrübungen auf dem Trainingsgelände zur Verbesserung im Fahrverhalten führen.

In der Regel werden die jungen Fahranfänger mit persönlichen Briefen des Landratsamtes bzw. der Stadt zu den kostenlosen Pkw- und Motorradfahrsicherheitstrainings eingeladen.

In kleinen Gruppen von je ca. 15 Teilnehmern wird unter Anleitung ausgewählter Verkehrsfachleuten, in der Regel Fahrlehrer, Theorie unter Einsatz spezieller Videospots und Praxis mit verschiedenen Geschicklichkeitsparcours vermittelt, um das Gefühl für das eigene Fahrzeug zu verfeinern.

Eine Auswertung der Aktionen hat ergeben, dass Teilnehmer an diesen Kursen danach um rund 20% weniger Verkehrsauffälligkeiten und um rund ein Drittel weniger Unfälle hatten, als Nichtteilnehmer.

Die Sparkasse Donauwörth unterstütz die Aktion finanziell. In den Jahren 1988 bis einschließlich 2011 wurden 234 Aktionen mit insgesamt 3.236 Teilnehmern durchgeführt. Die Kosten, von denen die Sparkasse Donauwörth regelmäßig ca. 50% übernimmt, belaufen sich im Jahresdurchschnitt auf ca. 3.500 €.

Neben den jungen Fahranfängern werden diese Aktionen auch vom BRK-Nordschwaben, der Wasserwacht Nordschwaben, Motorradgruppen und der Bundeswehr mit Begeisterung genutzt.

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Piaggio Ape

Für die Gebietsverkehrswacht Donauwörth ist ein grüner Flitzer unterwegs. Solche Fahrzeuge mit drei Rädern sieht man normalerweise eher in südlichen Ländern. Doch die Verkehrswacht hat sich den Flitzer zugelegt, um damit – wie die Aufschrift zeigt – für sich zu werben. Der Hauptzweck liegt aber darin, alle Utensilien der Fahrsicherheitstrainings bzw. deren aufwendige Parcours unterzubringen. Des Weiteren dient es zur Unterbringung von Aktionsmaterial von KiS und KuV Projekten. Die Anschaffung war eine Notwendigkeit und hilft der Verkehrswacht bei ihrer Arbeit sehr.
Das Fahrzeug hat nicht nur einen praktischen Nutzen, sondern es soll auch die Blicke auf sich ziehen.

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