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Retter der Straße

Dank an „Retter der Straße“

Gebietsverkehrswacht dekoriert Ersthelfer mit Medaillen. Auszeichnungen bei Ehrenabend im BRK-Zentrum übergeben

Sechs Autofahrer wurden von der Gebietsverkehrswacht als „Retter der Straße“ ausgezeichnet. Unser Bild zeigt (von links) Christian Herfert und Alisa Pruß, Engelbert Seider von der Polizei in Rain, Corinna Schmidt, Karl Georg Seibert, Thomas Scheuerer von der Polizei in Donauwörth, Hubert Roßkopf, Vorsitzenden Garret Clar, Christian Dumberger und Vize-Landrat Franz Oppel.
Foto: Bissinger

Donauwörth/Rain/Wemding Als Karl Georg Seibert aus Rain Ende September bemerkte, dass ein Autofahrer in seinem Fahrzeug zusammensackte, nachdem er es gerade noch zum Halten gebracht hatte, griff er ein: Beherzt reanimierte er den bewusstlosen Mann, um ihn letztlich bis zum Eintreffen des Notarztes zu beruhigen. Dafür verlieh ihm die Gebietsverkehrswacht nun die Medaille „Retter der Straße“.

Dieselbe Auszeichnung verlieh die Organisation bei ihrem großen Ehrenabend im BRK-Zentrum in Donauwörth an Corinna Schmidt aus Wemding. Sie hatte einen Mann davon abgebracht, im alkoholisierten Zustand weiterzufahren.

Über die Medaille „Retter der Straße“ durften sich auch Alisa Pruß und Christian Herfert freuen, die einem verunglückten Rollerfahrer durch ihre schnelle Hilfe das Leben retteten. Der Mann lag nach einem Sturz leblos am Boden. Sie sorgten als Ersthelfer dafür, dass er gerettet wurde und keinen Schaden durch Sauerstoffmangel erlitt.

Schließlich sind Hubert Roßkopf und Christian Dumberger „Retter der Straße“. Die zogen nach einem Verkehrsunfall auf der Keisstraße DON 28 bei Fünfstetten die verunglückte Fahrerin aus ihrem brennenden Auto, das kurz darauf lichterloh in Flammen stand. Die Auszeichnungen nahmen Vorsitzender Garret Clark, Vize-Landrat Franz Oppel sowie Thomas Scheuerer von der Polizeiinspektion Donauwörth und sein Rainer Kollege Engelbert Seider vor.

(Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Dank-an-Retter-der-Strasse-id17725606.html)

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Wer wird geehrt?

 

Retter der Strasse

Die Idee entstand in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizeinspektion. Auf Anregung des Ersten Polizeihauptkommissar Thomas Scheuerer, Helfer zu ehren, die sich durch besonderen Einsatz im Straßenverkehr hervorheben wurde die Ehrung "Retter der Straße" bei der Gebietsverkehrswacht Donauwörth ins Leben gerufen.
Die "Bayerischen Rettungsmedaille" und die "Christophorus-Medaille" stellen hohe Anf-orderungen (mindestens eigene Lebensgefahr, oder erschwerte Bedingungen). Dabei ist dies nicht immer im Vorfeld absehbar. Zahlreiche Menschen helfen unmittelbar, ohne an die Folgen zu denken. Wird dadurch die Gesundheit, oder sogar das Leben eines Menschen gerettet, ohne dass sich der Helfer dadurch in eigene Gefahr begibt, oder erschwerte Bedingungen vorlagen, so bleibt diesen Rettern die öffentliche Anerkennung bei öffentlichen Ehrungen bisher verwehrt.
Die Medaille wird zukünftig alljährlich am jährlichen Festabend der Gebietsverkehrswacht Donauwörth zusammen mit einer Urkunde vergeben.

Eine Auszeichnung der Gebietsverkehrswacht Donauwörth für Personen, die

  • sich als Helfer im Straßenverkehr durch beherztes Eingreifen - z. Bsp. durch leisten "Erster Hilfe" - hervorgetan haben, und dadurch die Gesundheit oder sogar das Leben eines Mitmenschen bewahrt haben. Wir wollen diesem Mitmenschen zeigen, dass sein Verhalten nicht selbstverständlich war, und dies sehr wohl auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen und wertgeschätzt wird.
  • Die Auszeichnung soll auch dazu dienen, das Verhalten der Geehrten zu veröffentlichen (Zeitung) und dadurch zur Nachahmung anzuregen.
  • Kriterien wie bei der "Bayerischen Rettungsmedaille" oder der "Christophorus-Medaille" sollen unberücksichtigt bleiben. Die Tatsache, ob dabei Risiken für das eigene Leben oder die eigene Gesundheit bewusst in Kauf genommen wurden sollen unberücksichtigt bleiben. Das Handeln allein zählt!
  • Die Medaille soll an Personen aus dem Einzugsgebiet der Gebietsverkehrswacht Donauwörth verliehen werden.


Im täglichen Leben zeigt sich immer wieder, dass "Zivilcourage" und "Erste Hilfe" nicht selbstverständlich sind. Dies gilt insbesondere im täglichen Straßenverkehr. Private und geschäftliche Termine und Interessen sind oftmals wichtiger.